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Körperkult

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Text Maria Gerhard Bilder Selwyn Hoffmann

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Heute, um 9 Uhr am Morgen, trainiert Nathalie Schabus mit Stefano Tissi. Sie haben sich auf dem Sportplatz beim Schulhaus Emmersberg verabredet. Schabus trainiert mit ihren Kunden gerne draussen. Zum Aufwärmen laufen sie erst einmal ein paar Runden auf der Aschenbahn. Die beiden kennen sich seit der Kindheit, sie sind im Klettgau aufgewachsen. Der 44-Jährige hat schon eine gewisse Grundfitness. Er hat Fussball gespielt und war früher oft in den Bergen unterwegs. Seit er sich jedoch selbständig gemacht hat, hat er die Fitness etwas zurückgestellt. Deshalb habe er irgendwann zu Schabus – er nennt sie «Nathi» – gesagt: «Es ist Zeit, ich brauch dich.» Auch weil er für den Sommer seinen Körper etwas definieren will. Also hat sie ein auf ihn zugeschnittenes Ausdauer- und Kraftprogramm zusammengestellt. Nach dem Laufen werden Liegestütze gemacht. Während Schabus – sie macht die Übungen meist mit – nach zehn Stück nicht einmal einen Hauch Röte im Gesicht zeigt, schnauft Stefano Tissi recht ordentlich. Doch er bleibt tapfer, stemmt seinen Körper auf den Armen immer wieder rauf und runter. «Gut machst du das», sagt Schabus.


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Tissi muss sich gerade noch einmal ordentlich motivieren. Schabus hat für ihn an einer der Kletterstangen ein TRX-Band befestigt. Er hält sich an zwei Griffen fest und bringt seinen Körper in die Schräge. So muss er eine permanente Grundspannung aufrechterhalten, alle Muskeln bis hin zur ­Tiefenmuskulatur arbeiten. Schabus kontrolliert erneut, dass auch seine Haltung stimmt. «Halten, halten und noch vier, drei, zwei ...» Geschafft. Stefano Tissi schüttelt seine Arme aus, geht ein paar Schritte. Für ihn ist die Stunde jetzt um. «Du hast schon ordentlich Fortschritte gemacht», sagt Schabus zum Abschied und strahlt ihn an. Er spürt die Verbesserung auch selbst: «Der Muskel­kater ist nach dem Training nicht mehr ganz so schlimm.» Nach dem ersten Mal sei er «de luxe» gewesen. «Ich konnte fast keine Treppe mehr steigen», sagt er und lacht. Am ersten Tag habe es in den Beinen gezogen, am zweiten habe er seine Bauchmuskulatur gespürt. «Aber da merkst du wenigstens, dass du was getan hast», sagt Stefano Tissi. Er zieht einen Pullover über das verschwitzte Sporttrikot, packt seine Tasche und ruft Schabus zu: «Dann bis zum nächsten Mal!»

Das ausführliche Porträt von Nathalie Schabus können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.


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Interview Daniela Palumbo Bilder Simone Gloor, Antonia Hersche

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Weltweit nehmen Schönheitsoperationen drastisch zu. Vergangenes Jahr waren es zehn Prozent mehr gegenüber 2016. Wie erklären Sie sich diese markante Zunahme?
Ein Grund ist sicher, dass enorm viel Werbung gemacht wird. Viele Ärzte, die keine plastischen Chirurgen mit Facharzt­diplom sind, versuchen damit Geld zu verdienen. Sie schreiben «Schönheitschirurg» auf ihre Tafel, aber die drei Buchstaben FMH fehlen. Patienten kennen den Unterschied nicht. Dann entstehen Komplikationen. Bei einer Frau starb zum Beispiel eine Brustwarze ab. Zu uns kommen enorm viele Patienten mit Komplikationen, die wir korrigieren müssen. Das Problem ist, dass die Leute dann enttäuscht sind.

Welche Fehler von anderen müssen Sie operieren?
Veroperierte Lider, asymmetrische Lider, asymmetrische Gesichter, durchtrennte Nerven, falsche Absaugungen, bei denen Löcher entstanden sind, weil man zu nah an der Oberfläche gesaugt hat, und, und, und.



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In der Schweiz steht Fettabsaugen an erster Stelle der Schönheitskorrekturen. Warum? 

Es ist keine richtige Operation, sondern ein begrenzter Eingriff mit relativ geringer Komplikationsrate. Man punktiert die Haut und füllt das Areal mit einer speziellen wässrigen Lösung, die die Fettzellen dann aufnehmen. Dadurch geraten sie unter Spannung und können mit einem Gerät, das ein Vakuum ­erzeugt, leichter abgesaugt werden. Fettabsaugen ist in Kursen lernbar. Deshalb machen das weniger die plastischen Chirurgen als vielmehr Dermatologen, HMO-Ärzte, Hausärzte.

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Was würden Sie nie machen?
Alles, was ich nicht persönlich vertreten kann.

Konkret?
Kommt eine Frau mit einem schönen Busen zu mir, mache ich da nichts. Ich sage ihr, sie habe einen schönen Busen und solle damit zufrieden sein. Ich vergrössere ihn nicht, wenn es keinen Sinn ergibt. Würde ich operieren und dann passierte ­etwas, wäre die Person unglücklich und ich auch.

Wer bestimmt, was schön ist?
Das sind Masse, die wir haben, oder das ästhetische Auge, das wir haben. Klare Befunde sind Asymmetrie an der Brust oder im Gesicht, Hängebusen.


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Macht das nicht die Einzigartigkeit eines Menschen aus?
Es kommt immer darauf an, wie gross der Leidensdruck der Person ist, die eine Deformierung hat. Wir sind Chirurgen der Seele. Der Nobelpreisträger für Plastische Chirurgie, Joseph ­Edward Murray, hat als Erster 1954 eine Niere verpflanzt. Er hat ein Buch geschrieben. Es steht im Regal. «Chirurgie der Seele». Das ist für mich treffend. 

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Warum schicken Sie die Leute nicht zu einem Psychologen?
Das gibt es natürlich auch. Immer wieder haben Patienten unrealistische Vorstellungen, und dann sage ich: «Das mache ich nicht.» Sie gehören in psychologische Behandlung.

Die Patienten werden immer jünger. In Brasilien vergrössert bereits jede Dritte unter 18 Jahren ihre Brüste und die neue Miss Schweiz hatte mit 18 Jahren eine Brustoperation.
Natürlich gibt es Junge, die darunter leiden, dass sie nur ein A-Körbchen haben, die Kissen in den BH schieben, um mehr Busen zu ­haben, und dann nicht mehr ins Schwimmbad gehen. Das sind klare Befunde, und der Leidensdruck ist da. Mit 18 Jahren ist eine Frau ausgewachsen. Deshalb kann ich ihr ruhig das Volumen der Brust vergrössern, sodass sie happy ist.

Sich selbst zu akzeptieren, ist ein Prozess der Reife. Das braucht manchmal jahrelange Arbeit an sich selbst.
Hat eine junge Frau mit 16 keinen Busen, ist es absolut nachvoll­ziehbar, dass das ein Problem ist. Das hat nichts mit Körper­akzeptanz und Körperbewusstsein zu tun. Der Leidensdruck der jungen Frau geht weiter. Da kann sie sich noch viele Jahre entwickeln. Das ist meine Erfahrung. Viele Frauen kommen mit 25 zu mir und sagen, das hätten sie locker mit 18 machen können, nur sei das finanziell nicht möglich ­gewesen. Eine Frau, die keine Brust hat, verspürt immer den Wunsch, mehr Busen zu haben. Das ist ganz klar. Keine Diskussion.


Das vollständige Interview können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.

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Text Diana Zucca Bilder Selwyn Hoffmann


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«Natürlich ist das irgendwie ein blödes Tattoo», meint Michelle Pfeifer lachend. «Aber ich finde es megacool.» Erstens, weil sonst niemand auf die Idee kommt, sich eine Pizza stechen zu lassen, das macht das Tattoo einzigartig, und zweitens, weil eine Geschichte dahintersteckt. «Mein Bruder, der war früher ein ganz heikler Esser», erzählt sie. «Pizza war etwa das Einzige, was er mochte. Ich mag Pizza auch, am liebsten 'ai funghi', er mit Salami.» 

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Fürs erste Mal ein Lebensbaum

Ihr erstes Tattoo hat sich die angehende Mediamatikerin mit sechzehn Jahren stechen lassen. In diesem Alter gibt es von Gesetzes wegen kein Tattoo ohne die Einwilligung der Eltern. Um diese musste Michelle Pfeifer jedoch nicht lange kämpfen, im Gegenteil. Der Vorschlag kam sogar von ihrer Mutter, sozusagen als Kompromiss, denn eigentlich wollte die Jugendliche ein Piercing. Das hingegen fand die Mama nicht so toll. Dafür hafte sie nicht mit ihrer Unterschrift, teilte sie ihr mit. Ein Tattoo, das könne sie haben, das sei etwas Schönes. Die Wahl des Motivs überliess sie voll und ganz ihrer Tochter. Die entschied sich für eine Handbreit Lebensbaum auf ihrer Rippe. Eine hochsensible Stelle für ein erstes Tattoo, weil sehr schmerzempfindlich. Vier Stunden dauerte das Prozedere. Für ein handbreites Tattoo ist das nicht wirklich speditiv. Die ausführende Kraft war noch ziemlich unerfahren, der Tarif dafür günstig. «Aber ich hab's überlebt und bin immer noch sehr ­zufrieden mit meinem Baum», meint Michelle Pfeifer. 

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Am Anfang noch Undercover

Und der Schmerz? Der gehöre zu diesem Prozess, findet sie. Auch, weil man es sich angesichts der bevorstehenden Tortur schon gut überlege, ob man eben wirklich eine Pizza auf dem Fuss haben möchte. Denn dort tut es unheimlich weh. «Aber wenn du dir sicher bist, dein Tattoo unbedingt haben willst und dich so sehr darauf freust, dann ist der Schmerz nebensächlich.» Ganz frisch prangt ein Rabe auf Michelle Pfeifers Oberarm. Auch ein «Wannado», gezeichnet von einer Zürcher Künstlerin. «Das war die erste Vorlage von einem Raben, die mir gefiel», sagt sie. Weil er nicht so männlich-düster sei, sondern sehr filigran.

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Geschichten sind cool, Namen nicht

Motive, die sie sich nicht stechen oder bei denen sie grosse Vorsicht walten lassen würde, gibt es für Michelle auch ohne Verbote. Dazu gehören Namen. Zum einen, weil das, besonders im Fall einer ersten Liebe, ein sehr heikles Unterfangen ist, zum andern, weil ein Bild, das man mit dem betreffenden ­Namen assoziieren kann, viel mehr erzählt als ein paar Buchstaben. Geschichten erzählen mit Tattoos, kleine Bücher auf dem Körper tragen, das ist es, was Michelle Pfeifer spannend findet. Bei sich selbst, aber auch bei anderen.

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Ein Bild erzählt mehr als Buchstaben

Auf ihre eigenen Tattoos hat sie viele positive, aber auch negative Reaktionen erhalten. Auf einer Zugfahrt sei einmal eine Mutter mit ihrem Kind aufgestanden, habe ihr einen angewiderten Blick zugeworfen und das Zugabteil gewechselt. Stein des Anstosses war die Rose mit der ­Taschenuhr, die, gerade frisch gestochen und mit Plastikfolie abgedeckt, auf Michelle Pfeifers Oberschenkel prangte. Eingraviert in dieser Taschenuhr ist das Geburtsdatum ihres Bruders. Michelle Pfeifer ist ein Familienmensch, und viele ihrer Motive sind mit ihrer Familie verbunden. Ihr Bruder, dem sie sehr verbunden ist, ist mit dieser Taschenuhr und der Pizza gleich zweifach vertreten. Die Rose auf dem andern Fuss ist eine Reminiszenz an ihre Mutter, und in einem von Rosen umrankten Haus ist sie aufgewachsen. Im Lebensbaum vereint sich die ganze Familie.


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Leute mit Tattoos sind spannender

«Sie machen etwas aus ihrem Körper, sind nicht einfach nur so da und existieren, sondern nehmen ihren Körper in die Hand und verändern ihn nach ihren Wünschen.» Und, für sie ganz klar, das ist Kunst. Solche, die man ein Leben lang auf dem Körper trägt. Michelle Pfeifer weiss, dass sie sich weiter tätowieren lässt, bis der ganze Körper bedeckt ist mit Geschichten. Das wird noch ein Weilchen dauern, denn Michelle Pfeifer ist gross. Das zweite Vorurteil, wie sie es nennt, nimmt sie gleich vorweg: Die Haut, die sieht im Alter sowieso nicht mehr schön aus. Mit Tattoos darauf aber vielleicht ein wenig schöner. Und sonst ist es auch egal. Geschichten sind Geschichten, und die müssen nicht zwingend ästhetisch sein.

Das ausführliche Porträt können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.

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Texte Anna Rosenwasser Bilder Luisa Kehl

«Ich vermute, die meisten meiner fast 5000 Follower sind fitness-interessierte Teenager und junge Erwachsene sowie gleichgesinnte Bekannte aus der Fitnessszene.
Ab und zu bekomme ich über sieben Ecken mit, dass Leute hinter meinem ­Rücken behaupten, ich nähme irgendwelche anabolen Steroide, damit mein Körper so aussieht. Aber das sind meistens Leute, die einfach keine Ahnung ­haben. Ich sehe solche falschen Gerüchte eher als Kompliment. Und wer Selbstdarstellung und Bodysculpting – so nenne ich meine Leidenschaft, eine Mischung aus Hochleistungssport und Kunst – als oberflächlich abtut, denkt selbst oberflächlich. Mit meinem Körper repräsentiere ich mein fachliches Wissen in den Themenbereichen Krafttraining, Ausdauertraining, Ernährung, Anatomie – und darüber ­hinaus noch mehr Praxis-Know-how. Ich kann es verstehen, wenn ich über meinen Auftritt auf Social Media einen narzisstischen Eindruck hinter­lasse; das war meine Strategie, um Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Die Leute, die mich persönlich kennen, wissen, dass viel mehr als nur ein Bodybuilder hinter meiner Persönlichkeit steckt.»

Das vollständige Porträt können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.

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«Vor ein paar Jahren war ich in einem ziemlichen Loch, so sehr, dass ich stationär in eine Klinik musste. Danach fiel es mir schwer, mich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden, die noch immer viele Vorurteile gegenüber psychischen Krankheiten hegt. Ich suchte Blogs und andere Kanäle nach dem Thema ab, aber es war wirklich nicht leicht, in der Schweiz jemanden zu finden, der offen über Angststörungen und Panikattacken schreibt.
Deshalb startete ich meine eigenen Kanäle, um auf das Thema aufmerksam zu machen: meinen Blog «Hello Life» und meinen gleichnamigen Insta­gram-Account. Dort will ich zeigen, dass ein glückliches Leben auch mit psychischer Erkrankung möglich ist.
Neben dem Thema Mental Health schreibe ich ausserdem über Fashion und Beauty. Ich will Menschen – seien sie gesund oder nicht – also nicht nur helfen, psychische Krankheiten besser zu verstehen und entsprechende Vorurteile abzubauen, sondern meine Leserinnen und Leser auch inspirieren. Und weil es mehrheitlich Bilder sind, die die Leute auf dein Profil locken, sind die Fotos entsprechend wichtig.»

Das vollständige Porträt können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.

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«Ein Fan von japanischer Kultur­geschichte und Anime bin ich schon lange, also ging ich 2009 als ­Besucher – in Zivil – an eine Japan-Convention. Viele besuchen derartige Ver­­an­staltungen in der Verkleidung ihrer Lieblingsfiguren aus Anime, Manga und anderer Popkultur; diese Verkleidungen nennt man Cos­play. Das hat mich sofort begeistert und ich ging ein Jahr später ebenfalls verkleidet. Ich bin also offline zu Cosplay gekommen; bei vielen fängt es offline an und geht dann online weiter, wo man mithilfe von Likes und Shares berühmter wird. Natürlich geht's bei Cosplay aber auch um Bestätigung, und die kriegt man online natürlich leicht – zum Beispiel, je mehr nackte Haut man zeigt. Ich erlebe die Community aber als herzlich: Es gibt breit respektierte Cosplayer, die nicht der Schönheitsnorm entsprechen, weil sie beispielsweise dick sind oder im Rollstuhl sitzen. Im Vordergrund stehen der Spass am Verkleiden und das Imitieren. Leider lassen soziale Medien aber auch zu, dass eher unerfahrene Cos­player anonym destruktive Kritik erhalten. Die verschwinden dann teilweise komplett von den Onlinekanälen.»

Das vollständige Porträt können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.

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«Ich bin ein Supporter der Idee, dass Männer feminin sein und von der Norm abweichen können. Vor allem hier in der Schweiz ist das Bild eines Mannes nicht das, was es alles bedeuten könnte. Aus demselben Grund bin ich ein Fan von Crossdressern und Drag Queens. Diese Menschen tragen Kleidung, die einem anderen Geschlecht zugeschrieben wird. Ricardo Simonetti, ein erfolgreicher Blogger aus Deutschland, entspricht für mich einem zeitgenössischen Männerbild. Negativität erfahre ich keine auf ­sozialen Medien. Das liegt vermutlich daran, dass ich hauptsächlich Leute anspreche, die mich irgendwoher kennen – nun ja, dass sich über 600 Leute meine Bilder auf ­Insta ansehen und in dem Fall ja auch gut finden, überrascht mich zugegebenermassen schon etwas. Schliesslich tue ich's ja eigentlich für mich selbst; ich tue es, weil ich mich selbst gern ­ansehe, den Fakt will ich auch gar nicht bestreiten. Jedenfalls überwiegt der positive Aspekt bei sozialen Medien absolut.»

Das ausführliche Porträt können Sie im «Schaffhauser Magazin» lesen.




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Text Daniela Palumbo Bilder Selwyn Hoffmann

Im «Coiffeur Girasole» in Schaffhausen zupft ein Angestellter dem Kunden nach orientalischer Methode die Augenbrauen mit einem Faden.

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Die Härchen am Körper entwickeln sich erst in der Pubertät. Daher sind sie ein Zeichen sexueller Reife. Sie schützen uns vor Staub und Bakterien und verbreiten unseren geschlechtsspezifischen Geruch. Männer sind haariger als Frauen. So gesehen symbolisierten Körperhaare lange Zeit körperliche Stärke. Bis in die 1980er-Jahre galten deshalb Männer mit einer behaarten Brust als sexy, während Männer, denen keine Haare an Brust, Beinen und Armen wuchsen, zuweilen gar Schamgefühle empfanden. Kaum denkbar in einer Zeit, da immer mehr Männer den Rasierschaum nicht nur auf das Gesicht auftragen, sondern auch auf dem ganzen Körper.
Frauen entfernen sich die Haare, seit die Mode mehr nackte Haut sichtbar macht. In den USA fingen die Amerikanerinnen in den 1920er-Jahren an, sich die Achseln zu rasieren. Zwanzig Jahre später, als kürzere Röcke modisch wurden und die Beine nackt waren oder in Neonstrümpfen steckten, sollten sie dort ebenfalls weg. Seit den 1980er-Jahren ist auch in Europa die Körperhaarentfernung zur Schönheitsnorm geworden, und selbst der Intimbereich muss seit 2009 vermehrt Haare lassen.

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Diese Multimediareportage ist eine Kooperation zwischen dem Schaffhauser Magazin und shn.ch.

Projektleitung, Konzept und Produktion: Daniela Palumbo

Texte: Maria Gerhard, Daniela Palumbo, Anna Rosenwasser, Diana Zucca

Bilder: Selwyn Hoffmann, Simone Gloor, Luisa Kehl, Antonia Hersche

Bildbearbeitung: Christine Landolt, Franziska Rütschi

Videos: SHF, Simone Gloor, Antonia Hersche, Selwyn Hoffmann

Videoschnitt: Online Redaktion OPP; SHF








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  • Diese Multimediareportage ist eine Kooperation zwischen dem Schaffhauser Magazin und shn.ch.

    Projektleitung, Konzept und Produktion: Daniela Palumbo
    Texte: Maria Gerhard, Daniela Palumbo, Anna Rosenwasser, Diana Zucca
    Bilder: Selwyn Hoffmann, Simone Gloor, Antonia Hersche, Luisa Kehl
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    Videoschnitt: Online Redaktion OPP; SHF







    Bildrechte: Antonia Hersche, Anzeige, DP, Jasonas, Kirill, Leesha, Luisa Kehl, SHF, SHN, Schaffhauser Nachrichten, Simone Gloor, alexandros_jasonas, phoenix_studios_cosplay, puschkii

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